
Früher war meine Devise: kein Gesicht, keine Bilder, keine Hinweise auf Wohnort oder Vorlieben – anonym ist sicher. Aber als Kleinunternehmerin mit personalisierter 80er‑Deko auf Instagram zeigt man sich plötzlich und prompt heißt es: Zeig dein Gesicht – und deine Adresse im Impressum.
🧐 Impressumspflicht: Behörden sagen „Tschüss Anonymität“
Instagram gewerblich genutzt? Dann ist es automatisch „geschäftsmäßig“ – du brauchst ein Impressum. Name, ladungsfähige Anschrift, Kontaktdaten sind Pflicht. Und ja: Deine Adresse in deiner Bio? Nur zwei Klicks zum Impressum sind erlaubt. Weglassen geht nicht — sonst drohen Abmahnungen oder Bußgelder bis zu 50.000 €.
🤷♀️ DSGVO: Deine Daten? Theoretisch geschützt – praktisch geliefert
Als Kleinunternehmerin verarbeitest du personenbezogene Daten (auch dein Gesicht zählt dazu). Eine Datenschutzerklärung ist Pflicht – selbst wenn keine Mitarbeitenden involviert sind. Aber seien wir ehrlich: du bist sichtbar – und die Kontrolle darüber liegt längst beim Gesetzgeber, nicht bei dir.
😬 Mein sarkastischer Kompromiss-Versuch – aber Privacy? Fehlanzeige
- Ich zeige mich authentisch auf Insta – Gesicht, Vibes, Business.
- Mein Impressum ist verlinkt, erreichbar in zwei Klicks.
- Datenschutzerklärung ist öffentlich – weil: Gesetz!
- Privat bleibt nur, was niemand sieht: keine Locations, keine Mini-Stories ausm echten Leben.
🖤 Zwischen Nostalgie, Realität und Witzchen über Datenschutz-Welten
Also: meine ursprüngliche „No‑Face“-Philosophie war ein Witz. Datenschutz gibt’s nur zum Angeben – und nur solange das Gesetz auftaucht. Der Rest: Datenliefern statt Privatsphäre – aber hey, ich stehe dazu.
🦠 Disclaimer: Keine Rechtsauskunft ⚠️ Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Ich teile nur meine persönliche Erfahrung und öffentlich verfügbare Informationen. Wenn du rechtlich sicher gehen willst, informiere dich selbst bei seriösen Quellen oder ziehe eine:n Anwält:in oder Datenschutzfachperson hinzu.